Doppelte Haushaltsführung beim Zweitstudium

Doppelte Haushaltsführung bei Studenten

Ich ziehe für ein Zweitstudium in eine andere Stadt – kann ich das als doppelte Haushaltsführung absetzen?

Wer für das Zweitstudium in eine andere Stadt zieht, kann die Wohnkosten unter Umständen steuerlich geltend machen. Voraussetzung hierfür: Es handelt sich um eine doppelte Haushaltsführung. Das bedeutet, dass der Student auch in der Heimatstadt noch einen eigenen Hausstand haben muss. Allerdings – wer zu Hause bei seinen Eltern wohnt, hat noch keinen eigenen Hausstand.

Wird in der elterlichen Wohnung etwas zur Miete beigesteuert, hängt das Ganze vom Einzelfall ab. Von eigenem Hausstand sprich man, wenn man mehr als 10% der Haushaltskosten trägt. Das muss allerdings nachgewiesen werden.

Liegt eine doppelte Haushaltsführung vor, sind ja nach Aufwendungen bis zu 1000 EUR monatlich abzugsfähig.

Das Finanzamt erkennt die Notwendigkeit einer Zweitwohnung aber nur dann an, wenn der Weg zur Uni von dort aus deutlich kürzer ist als vom Hauptwohnsitz. Konkret muss die Entfernung zwischen Hauptwohnung und Studienort mehr als doppelt so lang sein, wie die Entfernung zwischen der Zweitwohnung und der Uni.

Der Erstwohnsitz muss bei der doppelten Haushaltsführung außerdem nach wie vor den Lebensmittelpunkt darstellen. Die Hauptwohnung sollten Studenten daher regelmäßig aufsuchen – bei Ledigen in der Regel zweimal pro Monat. Dabei können die Fahrtkosten zusätzlich als Werbungskosten abgesetzt werden. Einmal pro Woche ist das maximal möglich.

Pro Kilometer gibt es dann die Entfernungspauschale von 30 Cent. Der Rückweg bleibt dabei unberücksichtigt.

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August 28, 2018

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