Warum gibt es die Mobilitätsprämie?


Das Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 erhöht die Entfernungspauschale. Die Entfernungspauschale beträgt nun ab dem 21. Kilometer 35 Cent. Ab 2024 beträgt die Entfernungspauschale 38. Cent. Wenn das zu versteuernde Einkommen bei Alleinstehenden unter 9.744 EUR liegt, zahlen diese keine Einkommensteuer. Wenn man verheiratet ist, liegt dieser Betrag bei 19.488 EUR. Das heisst, wenn das zu versteuernde Einkommen unter diesen Grenzen liegt, führt die erhöhte Entfernungspauschale zu steuerlichen Entlastung. Für diesen Personenkreis gibt es die neue Mobilitätsprämie.

Wie hoch ist sie?


Sie beträgt 14 Prozent der erhöhten Entfernungspauschale, also 4,9 Cent ab dem 21. Kilometer. Wenn die Fahrtkosten die Werbungskostenpauschale überschreiten, erfolgt die Gewährung der Mobilitätsprämie. Sie gilt auch für wöchentliche Familienheimfahrten bei doppelter Haushaltsführung.

Wer ermittelt die Mobilitätsprämie?

Das Finanzamt setzt die Mobilitäsprämie fest, wenn alle Voraussetzungen stimmen. Dann erfolgt die Auszahlung der Mobilitätsprämie direkt an den Steuerpflichtigen. Eine Auszahlung der Mobilitätsprämie erfolgt, wenn sie mindestens 10 EUR beträgt.

Für wen lohnt es sich?


Die Beantragung lohnt sich besonders für Auszubildende mit weiten Entfernungen zwischen Wohnort und Ausbildungsstätte. Denn bei den meisten Auszubildenden liegt das zu versteuernde Einkommen unter dem Grundfreibetrag. Weil sie regelmäßig keine Steuern zahlen, profitieren sie nicht von einer Steuerersparnis für den Aufwand, der aufgrund der täglichen Fahrten zur Ausbildungsstätte entsteht.

Wie erfolgt die Berechnung?


Bei der nicht ganz einfachen Ermittlung führt das Finanzamt mehrere Vergleichsberechnungen durch. Erst erfolgt die Berechnung der erhöhten Entfernungspauschale. Dann erfolgt die Prüfung, ob die gesamten Werbungskosten den Arbeitnehmer-Pauschbetrag übersteigen. Anschließend wird geprüft, ob das zu versteuernde Einkommen den Grundfreibetrag unterschreitet. Schließlich wird die erhöhte Entfernungspauschale mit dem Betrag verglichen, um den das zu versteuernde Einkommen den Grundfreibetrag unterschreitet. Der niedrigere Betrag ist für die Berechnung der Mobilitätsprämie maßgeblich.

Wie erhalte ich die Mobilitätsprämie?


Steuerpflichtige müssen die Festsetzung auf einem amtlich vorgeschriebenen Vordruck beantragen. Der Antrag kann erstmals in 2022 für das Veranlagungsjahr 2021 gestellt werden und gilt als Abgabe einer Einkommensteuererklärung. Deswegen muss man eine Steuererklärung abgeben, um die Mobilitätsprämie zu erhalten. Dafür hat man 4 Jahre Zeit. Wenn Sie hierfür einen Termin benötigen: Terminbuchung online

Mobilitätsprämie
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